Philipp Becker

Unvermittelt in eine heikle Situation geraten und wie selbstverständlich anderen Menschen helfen: Philipp Becker, ein junger Mann aus dem oberbayerischen Valley, hat genau das gemacht und ist bei seinem couragierten Eingreifen sogar verletzt worden. Bereut er sein Handeln? "Auf keinen Fall", sagt der heute 19-jährige Student, "ich würde wieder helfen, wenn jemand in Not ist".

Es war in einer Nacht im November, Philipp Becker war in der Münchner Innenstadt unterwegs, als er in der Nähe des Odeonsplatzes von einem Passanten angesprochen wurde. Dessen Freund war in der U-Bahn von zwei Männern angegriffen und verletzt worden, einer der Angreifer kniete sogar noch neben dem Opfer. Dessen Bekannter wollte die Polizei holen und bat Becker, so lange den einen Angreifer in Schach zu halten. Doch der ergriff die Flucht, aber Becker nahm gleich die Verfolgung auf. Er konnte den Mann einholen und festhalten, doch plötzlich tauchte der zweite Angreifer auf und schlug dem damals 17-Jährigen mit einer Flasche auf den Kopf. Trotz der Schnittwunden schaffte es Philipp Becker, den einen Angreifer zu überwältigen. Eine ebenso turbulente wie gefährliche Situation!

Wenige Minuten später traf die Polizei ein und nahm einen Mann fest. Der zweite Angreifer konnte schließlich durch die Handydaten des bereits Festgenommenen überführt werden. Philipp Becker, dem zwischenzeitlich weitere Passanten zu Hilfe kamen und sich um seine Verletzungen kümmerten, hat auf eindrucksvolle Weise Zivilcourage gezeigt. Der junge Mann, der inzwischen Business-Management studiert, wurde für sein vorbildliches Verhalten im Herbst 2018 auch mit der Courage-Medaille des Bayerischen Innenministeriums geehrt.