Sechs Zivilcourage-Kurse in der Krankenpflegeschule in Vilsbiburg in 2018

Mittlerweile eine feste Einrichtung: Die Zivilcouragekurse in der Krankenpflegeschule in Vilsbiburg. Der Dominik-Brunner-Förderverein, vertreten durch Walter oder Marlene Riebesecker, zusammen mit Experten der polizeilichen Kriminalprävention des Polizeipräsidiums von Niederbayern führten auch in diesem Jahr wieder sechs Seminare durch. Ziel der Kurse: bereits im Vorfeld gefährliche Situationen zu erkennen und zu lernen, wie man sich selbst und anderen in einer bedrohlichen Situation helfen kann.

„Der herausragende Mut einzelner darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass zivilcouragiertes Verhalten gerade auch «im Kleinen», in den verschiedensten Lebensbereichen notwendig werden kann, wenn Menschen beleidigt, ausgelacht, gedemütigt, bedroht oder angegriffen werden“, betont Riebesecker. Zivilcourage sei nicht nur in menschenverachtenden politischen Systemen oder im Umfeld von organisierter Kriminalität von Bedeutung, sondern auch in unserem Alltag. „Ein zentraler Ansatzpunkt zur Förderung von Zivilcourage ist die Vermittlung von Wissen und das Einüben von Handlungskompetenzen, um die emotionale Belastung in schwierigen Situationen besser bewältigen zu können“, so Riebesecker.

«Wenn nicht ich, wer dann? Wenn einer nach dieser Devise handelt, kommt Bewegung in die Menschenansammlung. Man kann zum Beispiel Umstehende um Hilfe bitten – etwa so: ‹Sie mit der blauen Jacke, bitte holen Sie einen Krankenwagen.› Man kann laut um Hilfe schreien oder die Täter mit Schreien zum Aufhören drängen. Sobald eine Person die Initiative ergreift, machen andere mit – und, ganz wichtig, die Täter merken, dass sie auf Widerstand stoßen. Das irritiert sie, denn mit Opfern haben sie gerechnet, nicht aber mit Gegnern. All das wird in den Kursen vermittelt. „Zivilcourage kann man lernen. Und das macht Hoffnung“, bilanziert Riebesecker.