Zivilcourage - Nur etwas für Helden?

Ob Mobbing, Verleumdung oder Gewalttätigkeiten - der Mut, mit Courage dagegen einzuschreiten, fehlt vielen. Und wenn Menschen dann doch einschreiten, sind die Folgen manchmal fatal: Dominik Brunner z. B. wurde 2009 am S-Bahnhof München-Solln Opfer von gewalttätigen Jugendlichen als er die angegriffenen Jugendlichen beschützen wollte.

2011 registrierte die Polizei bundesweit über 67.000 Fälle schwerer Körperverletzung. Sie ermittelte rund 78.000 Tatverdächtige. Fast ein Drittel von ihnen waren Jugendliche unter 18 Jahren.

In Deutschland wächst die Forderung nach mehr Zivilcourage. Dennoch ist die Bereitschaft Zivilcourage zu üben vergleichsweise gering. Im Vordergrund steht die Angst selbst Schaden zu erleiden. Dabei ist Zivilcourage eine Bürgertugend, auf die jede Gesellschaft dringend angewiesen ist.

Gibt es psychologische Faktoren, die Menschen motivieren, aktiv einzuschreiten und Zivilcourage zu zeigen, wenn Dritte zur Zielscheibe von Aggressionen und Attacken werden? Sind grundsätzlich alle Menschen dazu in der Lage oder ist Zivilcourage nur etwas für wenige, ganz Mutige, also für sogenannte "Helden"? Was fördert und was hindert zivilcouragiertes Verhalten in der Gesellschaft?

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Campus DOKU geht der Frage nach, wie die psychologischen Erkenntnisse der Wissenschaftler für die gesellschaftlichen Belange im Alltag nutzbar gemacht werden können, damit Zivilcourage nicht nur etwas für "Helden" bleibt. Wir suchen Antworten auf die Frage, ob die Fähigkeit zur Zivilcourage " angeboren ist oder auch erlernt bzw. trainiert werden kann. Dazu stellt Campus DOKU neueste Erkenntnisse der "empirischen Sozialforschung", der "Psychologie" und der "Ethik" vor und zeigt sowohl Beispiele von Menschen, die bereits zivilcouragiert gehandelt haben als auch von Menschen, die für "mehr Zivilcourage" gezielt trainieren.

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