Münchner Courage

Als er Jugendlichen in Not half, wurde der 50jährige Manager Dominik Brunner am 12.09.2009 Opfer eines Gewaltverbrechens zweier Jugendlicher am S-Bahnhof München-Solln.

Durch seinen couragierten und selbstlosen Einsatz wurde Dominik Brunner zum Vorbild vieler und zum Symbol für Zivilcourage.

Sein mutiges Handeln, sowie die Berichterstattung über immer neue Übergriffe dieser und ähnlicher Art haben eine Debatte über fehlende Hilfsbereitschaft und Zivilcourage in Deutschland entfacht. Immer lauter wird nun die Forderung nach mehr Zivilcourage. Die Forderung, nicht zurückzuschrecken oder wegzusehen wenn Übergriffe auf Schwächere oder hilfslose Personen bemerkt werden, sondern hinzusehen und zu helfen.

Doch viele Menschen sind aufgrund möglicher Folgen erschrocken. Denn helfen kann - wie in München gesehen - nicht ungefährlich sein und verleitet somit schnell zum bewussten Wegsehen. Um dieser Angst entgegenzuwirken, kommt der Forderung nach mehr Zusammenhalt in der Bevölkerung und somit der Bündelung von Zivilcourage eine maßgebliche Bedeutung zu.

Da aktives Handeln das Kernelement von Zivilcourage ist, wurde die Initiative MÜNCHNER COURAGE gegründet, die sich dafür einsetzt, dass Zivilcourage in unserer Gesellschaft gefördert wird.

 

Bündnispartner der MÜNCHNER COURAGE:

* Dominik-Brunner-Stiftung
* FC-Bayern-München AG
* Bayerisches Staatsministerium des Innern
* Landeshauptstadt München
* Erzdiözese München und Freising
* Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
* Polizei Bayern

 

Die "Münchner Courage" verfolgt drei Ziele:

  • Die "Münchner Courage" will bei den Münchner Bürgerinnen und Bürgern das Bewusstsein fördern, bei Gewalt nicht wegzusehen, sondern gemeinsam mit Anderen Solidarität und Zivilcourage zu zeigen.
     
  • Alle beteiligten Partner wollen das Verantwortungsgefühl für Kinder und Jugendliche wecken. Sie wollen außerdem zeigen, wie man mit den unterschiedlichsten Maßnahmen, Aktionen und Hilfestellungen Gewalt schon frühzeitig vorbeugen kann und wie man den respektvollen Umgang miteinander, sowie das Eintreten füreinander fördern kann.
     
  • Jeder einzelne Partner der Initiative setzt alle ihm möglichen Hebel in Bewegung, um Gewalt zu verhindern. Auch hier zählt der Zusammenhalt: Durch die Vernetzung will die MC gemeinsam gegen Gewalt vorgehen und sich für Zivilcourage einsetzen. Dadurch soll ein klares Signal gesetzt werden: In München ist kein Platz für Gewalt!