Martina Fuchs und Andreas Bach

 

In Regensburg haben sich zwei couragierte Bürger zusammengetan und eine Vergewaltigung verhindert: die 17-jährige Auszubildende Martina Fuchs und der 57 Jahre alte Busfahrer Andreas Bach. An einem Abend im Mai 2015 sitzt Andreas Bach im Bus der Linie 18 und wartet an der Albertstraße auf Fahrgäste, als Martina Fuchs einsteigen will. Die beiden werden Zeugen eines heftigen Streits an der Haltestelle. Ein Mann bedrängt eine Frau, es geht laut zu, die Stimmung ist mehr als gereizt. Andreas Bach setzt sich mit der Leitstelle in Verbindung und bittet, die Polizei zu rufen. Das Paar an der Haltestelle behält er im Auge, auch Martina Fuchs beobachtet die beiden weiter. Dann geht auf einmal alles ganz schnell. Der Mann springt auf und rennt der Frau hinterher, die in Richtung Grünanlage unterwegs ist. Martina Fuchs und Andreas Bach zögern keine Sekunde – ein Blick genügt und beide wissen, was zu tun ist. Aus der Grünanlage sind schon Hilfeschreie zu hören. Die 17- Jährige und der Busfahrer fackeln nicht lange, sondern rennen in den Park. Andreas Bach überwältigt den Angreifer, während die Auszubildende zum Handy greift und den Vorfall im Bild festhält. Das Material ist für die Polizei später sehr wichtig. Als die Beamten eintreffen, hat Andreas Bach den Mann weiter im Griff, und Martina Fuchs kümmert sich um die völlig aufgelöste Frau. – Auf die Frage, ob sie wieder so handeln würden, antworten beide „Ja, natürlich!“ Andreas Bach fügt noch hinzu: „Ohne Wenn und Aber.“ Man könne doch nicht einfach wegsehen, ergänzt Martina Fuchs. Dass etliche Fahrgäste im Bus genau das getan haben, macht den Einsatz der beiden noch bemerkenswerter.