Wenn es um den Schutz von Kindern geht, geht Stephanie Schreiner keine Kompromisse ein. Ihr Ehemann ist Lehrer und kennt die sozialpädagogischen Herausforderungen in Familien. Deshalb und weil ihr Bauchgefühl sie nicht täuschte, blieb Stephanie Schreiner zwei Jahre lang bei ihrem Verdacht gegen einen pädophilen Mann und sammelte Informationen und Beweise. „Kinder sind hilflos und brauchen Schutz vor kriminellen Erwachsenen. Vor allem Kinder, die zu Hause niemanden haben, dem sie sich anvertrauen können. Wenn diese Hilflosigkeit ausgenutzt wird, muss man einfach einschreiten.“

Und genau das hat Stephanie Schreiner getan. Weil sie Zeugenaussagen, detaillierte Angaben und Einschätzungen sowie Beobachtungen von Nachbarn sammelte, konnte der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern und der verbotene Besitz von kinderpornographischen Inhalten von der Polizei aufgeklärt und der Täter vor Gericht gestellt werden.

Stephanie Schreiner hatte sich zuerst anonym mit einem Anruf an die Polizei gewandt, später noch detaillierte Informationen über den möglichen Täter per Brief an die Kriminalpolizei gesandt. Aufgrund ihrer Angaben wurden gegen den Täter schließlich in mehreren Fällen Ermittlungen aufgenommen. Dieser befindet sich nun in einer geschlossenen Einrichtung. Wir sagen, nicht wegzusehen zum Schutz der Kleinsten, sondern über Jahre dranzubleiben und die Polizei bei den Ermittlungen so gut zu unterstützen, ist wahrlich ein besonderer Beitrag zu Zivilcourage in der Gesellschaft.